Begriffe


Angiom (Aneurysma spongiosum):
tumorartige Gefäßneubildung (Hämangiom, Lymphangiom) bzw. Gefäßfehlbildung (Kavernom, Angiektasie).
 


Subarachnoidalblutung:
Blutung in den Subarachnoidalraum; meist aus einem rupturierten Aneurysma (v.a. basale Hirnarterien), ferner aus Angiomen oder infolge hypertonischer Zerebralarteriensklerose, aber auch im Zusammenhang mit Antikoagulationstherapie, Blutkrankheiten (Leukosen, Sichelzellanämie, Hämophilie, Thrombopathie bzw. Thrombozytopenie, Afibrinogenämie), bei hämorrhagischer Leukoenzephalitis, subakuter bakterieller Endokarditis, Septikämie, verschiedenen Tumoren; ferner nach Schädelverletzungen (traumatische SAB).

Häufig mit gleichzeitiger Bildung eines intrazerebralen Hämatoms. Die Symptomatik beginnt typischerweise akut, fast immer ohne Prodromalsymptome. Neurochirurgisch werden 5 Schweregrade unterschieden:
I) asymptomatische Blutung oder minimaler Kopfschmerz u. leichte Nackensteifigkeit;
Ia) konstantes neurologisches Defizit ohne akute Symptomatik;
II) mäßige bis starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Hirnnervenstörungen;
III) Bewußtseinsstörung oder leichte neurologische Herdsymptome;
IV) Stupor, Hemiparese, beginnende Mittelhirneinklemmung;
V) Koma, Enthirnungsstarre. Komplikationen: Rezidivblutungen, Gefäßspasmen, akuter oder chronischer kommunizierender Hydrocephalus internus, Hypoxie-bedingtes Hirnödem.

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Hemiparese:
vollständige (= Hemiparalyse) oder unvollständige (= Hemiparese) Lähmung einer Körperhälfte, wobei die Störung der Motorik im allgemeinen auf der Gegenseite einer Schädigung der zentralen motorischen Neuronen des Großhirns, Hirnstamms oder des oberen Halsmarks auftritt; typisch z.B. bei Schlaganfall (Apoplexie) als anfangs im Schockstadium schlaffe Lähmung mit bald folgender (bei Tumoren meist mit primärer) Spastik (H. spastica).

Zum Weiterlesen http://de.wikipedia.org/wiki/Hemiparese#Hemiparese

 


Hirnschwellung:
die trockene Volumenzunahme des Gehirns durch v.a. in den Hirnzellen (= intrazellulär) erfolgende Flüssigkeitsansammlung (trübe Schwellung der Glia).

Wird z.T., insbesondere von ausländischen Autoren, mit dem Hirnödem gleichgesetzt (vgl. Hirnödem, intrazelluläres). Führt zu Abplattung des Großhirnmantels, Trockenheit der Dura-Innenfläche; ist eine Folge der Zellmembranschädigung bei lang anhaltendem Hirnödem, Urämie, Eklampsie, Stoffwechselstörung.

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Aphasie:
Jede nicht durch eine Störung der Sprachlautbildung (Artikulation) bedingte Sprachstörung (d.h. als Störung der erworbenen Sprache); eine sog. Hirnwerkzeugstörung, beruhend auf einer Herdschädigung in der dominanten Großhirnhemisphäre (v.a. der Präzentral-, Schläfen-, Inselregion).

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Sprechapraxie:
Reine Wortstummheit bei erhaltener innerer Sprache; Wörter können nicht gesprochen werden (= Apraxie der Sprachhandlung) [...] der Herd liegt subkortikal im BROCA - Sprachzentrum.

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Spastik:
regelhafte (automatisierte), brüske, bei Bewegungsbeschleunigung u. unter Einwirkung sensibler Reize sich steigernde Zunahme der Muskelspannung bei Ausfall kortikospinaler Systeme, v.a. der Pyramidenbahn, z.B. nach zerebralem Insult (aber auch EPS-Anteile); nach passiver Überdehnung evtl. völlig zusammenbrechend (= Spasmus-mobilis-Phänomen); wird begleitet von bahneinschlägigen gesteigerten u. pathologischen Reflexen u. klonischen Krämpfen (Kloni).

Therapie v.a. Krankengymnastik, Ergotherapie, Spasmolytika, Analgetika.

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